Plötzlich umzingelt

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Plötzlich umzingelt
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Sportstudent Bengt Kunkel hat sich vorgenommen, 8 Spiele der Fußball-WM in Katar live im Stadion zu verfolgen. Ob es tatsächlich so viele werden, ist unklar. Er will ein Zeichen setzen. Regenbogenbinde und Regenbogenschweißband gehören deshalb für ihn mit zum Fan-Outfit. Beim seinem ersten Stadionbesuch zwischen dem Senegal und der Niederlande sah er sich in der zweiten Halbzeit plötzlich von mehreren Polizisten umringt und wurde gedrängt, die Sachen abzulegen. Andernfalls hätte ihn die Polizei nach eigener Aussage mitgenommen. Ausgang offen.

"Bin gespannt, wie sich die Situation entwickelt"

Kunkel entschied sich, der Aufforderung nachzukommen. Auch, weil es sein erstes WM-Spiel war und er das Match bis zum Ende sehen wollte. Ob er es beim nächsten Mal wieder mit Regenbogenoutfit versucht, will er kurzfristig entscheiden. Unklar ist, wie die Polizei auf den Fan mit den Regenbogensymbolen aufmerksam geworden ist. Angeblich ist er von der Kamera-Überwachung aufgespürt worden.


FIFA schaltet sich ein

Regenbogen-Symbole sind eigentlich nur auf dem Platz tabu. Im Zuschauerbereich aber nicht. Deshalb versucht die FIFA offenbar Einfluss auf WM-Gastgeber Katar zu nehmen.  Wie die britische Times berichtet, soll der Fußball-Weltverband auf Lockerungen des Emirats im Umgang mit diesem Thema gedrungen haben. Demnach habe die FIFA die Katarer an Zusicherungen vor dem WM-Start erinnert.

Interview: Susann Böttcher & Tim Neumann

Foto: IMAGO