"Eine Niederlage, die verdammt wehtut."

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"Eine Niederlage, die wehtut." - Interview mit Kicker-Chefredakteur Carlo Wild
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Erst zum dritten Mal hat die deutsche Mannschaft ein Auftakt-Spiel bei der WM verloren. Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Japan wurden Erinnerungen an die Horror-WM in Russland vor vier Jahren wach. Dabei war die deutsche Mannschaft gegen Japan vor allem in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und muss eigentlich mit 2:0 führen. Kicker-Chefredakteur nennt deshalb als Hauptursache für die Niederlage auch nicht "Arroganz, sondern mangelnde Konsequenz".

"Immernoch in einer Findungsphase"

Allerdings hat das Spiel auch offenbart, wie fragil das Gebilde der deutschen Mannschaft ist. Carlo Wild fühlt sich an die WM 2010 erinnert. Es sei alles noch nicht so zusammengewachsen wie es sein müsste. Er findet: "Viele junge Spieler haben noch kein überragendes internationales Niveau".

Gegen Spanien steht die deutsche Mannschaft jetzt bereits mit dem Rücken zur Wand. Trotz des furiosen 7:0 Siegs der Spanier zum Auftakt ist die Lage für deutsche Mannschaft aber laut Wild nicht aussichtslos. "In so einem Spiel sind die Chancen immer 50:50. Entscheidend ist, ob Deutschland es schafft, das Mittelfeld zu dominieren.

Kehrer für Schlotterbeck?

Die Startaufstellung gegen Spanien wird wohl eine andere sein. Leroy Sané könnte nach seiner Knieverletzung rechtzeitig fit sein. Dazu ist die Umstellung von Joshua Kimmich auf die rechte Abwehrseite nicht mehr völlig ausgeschlossen.

Kicker-Chefredakteur Carlo Wild spricht sich für einen anderen Wechsel aus. Er wünscht sich Thilo Kehrer für Nico Schlotterbeck in der Abwehr und würde Niklas Süle im Zentrum verteidigen lassen.

Interview: Susann Böttcher & Tim Neumann

Foto: Imago