„Spitzensport auch außerhalb des Fußballs kann eine Karriere sein – das muss man einfach zeigen!“

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Sportförderung zentrales Thema bei SPORTRADIO DEUTSCHLAND im Advent

Das SPORTRADIO DEUTSCHLAND schaut gemeinsam mit der Deutschen Sporthilfe im Dezember besonders auf die strukturellen Grundlagen des Spitzensports in Deutschland. Im Rahmen des SPORTRADIO DEUTSCHLAND Adventskalenders kommen junge Sportler:innen zu Wort, die aus dem Alltag mit ihrer Sportart berichten und eine direkte Verbindung zwischen struktureller Förderung und Erfolgen zeichnen. Im Rahmen der ersten Interviews trat besonders die Förderung des Übergangs in ein Berufsleben nach dem Sport hervor.

Die wichtigsten Aussagen der Athleten bislang:

Zum Auftakt widmete sich Sarah Vogel, Junioreneuropameisterin und Deutsche U20-Meisterin im Stabhochsprung sowie Juniorsportlerin des Jahres, im Interview dem Thema Verletzungen und mentale Probleme. Sie betonte nicht nur die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Trainern und Therapeuten sondern vor allem die Besinnung auf sich selbst und die eigenen Stärken. Angst sei nur ein kleiner Teil von einem selbst. Die Parallelen zum Stabhochsprung sind offensichtlich, und auch hier ist man nie alleine, sagt Vogel: 

„Man hat immer den Stab dabei.“

Ziel sei es, eine Harmonie und Symbiose zu finden, diese rohen Kräfte zu bündeln, in etwas Positives zu wandeln und in die richtige Richtung zu leiten. Eine wichtige Grundlage für die Ausübung des Sports, die Überwindung von Leistungstiefs und ein paralleles Studium der Biochemie sei die Sportförderung:

„Man opfert so viel von seinem Leben und seiner Zeit. Dass es da eine starke Schulter gibt, auf die man immer zurückgreifen kann – nicht nur finanziell, sondern auch mit Mentoren, Sachleistungen und sonstigen geistigen Leistungen, ist eine riesengroße Unterstützung“, erklärt Sarah Vogel.

Die ehemalige Juniorenweltmeisterin und aktuelle U23-Weltmeisterin im Rudern Alexandra Föster berichtet, sie könne sich aktuell sowohl auf den Abschluss ihres Studiums als auch ihren Sport konzentrieren und müsse sich angesichts dieser Doppelbelastung besonders dank der finanziellen Förderung keine zusätzlichen Gedanken um einen Nebenjob machen. Zudem hob sie die Unterstützung der Deutschen Sporthilfe in puncto Vorbereitung auf das Berufsleben heraus. Hier sei die Förderung in den letzten Jahren noch einmal deutlich besser geworden. 

„Da muss man dann weniger Angst haben, dass man in ein Loch fällt, wenn man aufhört mit dem Sport“, so Alexandra Förster.

Passend zur Sportart Zehnkampf verkörpert Andreas Bechmann eine besondere Vielseitigkeit als Mensch, als Sportler und Unternehmer. Im Interview berichtet er, wie er als erfolgreicher Sportler, u.a. als Sieger der U23-Europameisterschaft und ehemaliger Hallenmeister im Siebenkampf, sowie als Student und Unternehmensgründer alles unter einen Hut bekommt: 

„Man braucht ein Ziel, auf das man hinarbeiten kann. Und man muss verstehen, wo man gerade steht. Dann kann man den Weg dazwischen überbrücken.“

Die Deutsche Sporthilfe sei dabei das Fundament des deutschen Spitzensports. Bechmann betont neben der finanziellen auch die qualitative Förderung, darunter Aus- und Weiterbildung, die Nutzung des gesamten Netzwerks hinter der Stiftung sowie attraktive Events zur Auszeichnung von Startups. Dabei sei Förderung ein Miteinander und müsse angesichts der großen Auswahl an Möglichkeiten auch von Seiten der Sportler:innen ausgehen:

„Man muss auch selbst die Initiative ergreifen und sich fragen: was will ich machen und wo brauche ich Hilfe“, so Bechmann,

Gleichzeitig sieht er in der gesamten Förderlandschaft noch weiße Flecken, insbesondere bei der Unterstützung der erweiterten Spitze und von Athlet:innen am Anfang ihrer sportlichen Laufbahn: 

„Niemand war vom ersten Tag an erfolgreich. Spitzensport auch außerhalb des Fußballs kann eine Karriere sein – das muss man zeigen!“, so Bechmann abschließend.

Wie ein erfolgreicher Anschluss an eine aktive Sportlaufbahn aussehen kann berichteten Eiskunstläufer Mari Vartmann und Christian Nüchtern. Sie sind mit einer Idee rund um umweltfreundlichere Mode nominiert für das Startup des Jahres der Deutschen Sporthilfe. Zuvor konnten beide bereits von den Bildungsangeboten im Rahmen der Startup Academy profitieren: 

„Wir haben viele Tipps fürs Gründen allgemein bekommen und für Startups – das war ganz toll!“

Dass eine aktive Gründungsförderung besonders für Sportler:innen Sinn macht, zeigt sich auch in den Parallelen zwischen Training und Unternehmensaufbau: 

„Wir können viel mitnehmen, gerade Themen wir Zielstrebigkeit und Ehrgeiz“, so Mari Vartmann. 

Auch der fest Glaube an eine Vision sei entscheidend, dass hätte sie weder in der Uni noch in der Schule gelernt. Christian Nüchtern ergänzt: 

„Die Sporthilfe war der Grund, dass wir den Sport überhaupt machen konnten. Ohne die Sporthilfe wäre Leistungssport für uns nicht möglich gewesen.“ 

Alle Interviews stehen zum Nachhören auf der SPORTRADIO DEUTSCHLAND Website zur Verfügung. Noch bis 24. Dezember folgen weitere Einblicke in das Thema Sportförderung und ihre Bedeutung für das Erreichen von Titeln und Medaillen aber auch den Übergang in eine Karriere nach der sportlichen Laufbahn.   

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