Bastian Doreth zum Ukraine-Krieg: Sportler müssen sich positionieren – „Jetzt ist der absolut richtige Zeitpunkt!“

Mo / 28.02.22 / 13:27
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Bastian Doreth, einer der bekanntesten deutschen Nationalspieler im Basketball und Point Guard bei mediBayreuth, hat sich im Interview mit SPORTRADIO DEUTSCHLAND offen über die wichtige Positionierung des Sports zum Ukraine-Krieg sowie die schwierige Situation russischer Athleten geäußert:

„Und deswegen sage ich auch immer wieder, ist es auch wichtig, dass Sportler politische Aussagen treffen und sich positionieren. Weil wir einfach für so viele Leute Vorbilder sind. Und wir haben einfach eine Stimme, wir haben eine Reichweite – und die muss man einfach auch nutzen und die muss man richtig nutzen. Und jetzt ist absolut der richtige Zeitpunkt!“

„Das ist ein riesengroßes Thema bei uns in der Nationalmannschaft. Alle sind extrem erschüttert. Und es geht wirklich sehr, sehr vielen Spielern hier richtig nahe, was da passiert in der Ukraine.“

„Ich glaube, dass kein Sportler auf der Welt sich mit Krieg identifizieren kann. Und deswegen müssen wir da alle zusammenstehen.“

„Ich bin schon in einer gewissen Art und Weise auch stolz, wie Basketballer gerade zusammenstehen und auch Zeichen setzen – ob es jetzt Vereine sind oder einzelne Spieler. Das sind schon einfach Zeichen, die zeigen, dass unsere Sportart ein bisschen mehr kann, als nur irgendeinen Ball in den Korb werfen.“

„Was man natürlich auch nicht vergessen darf ist, dass sich viele russische Sportler vielleicht gerade auch gar nicht trauen, irgendwie Stellung zu beziehen. Dass eben die russischen Spieler das gar nicht gut finden, was da in der Ukraine passiert, aber so ein bisschen Schiss haben, sich zu positionieren. Was man natürlich auch absolut nachvollziehen kann.“

Man muss eine politische Meinung haben
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Sportradio Deutschland